“Zurzeit läuft wirklich alles perfekt für uns“, sagte FCN-Spielertrainer Felix Hammer nach dem sechsten Sieg im siebten Spiel. „Wir haben jetzt das Glück, das uns am Anfang gefehlt hatte.“ Die Nackenheimer zeigten vor 120 Fans eine Klasseleistung und ließen sich auch durch den frühen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. „Dass wir zwei Kopfballtore gemacht haben, einmal nach einem Freistoß, einmal nach einem Eckball, ist etwas Besonderes“, sagte Hammer. „Das gab es in Nackenheim schon seit Jahren nicht mehr.“ Auch defensiv entschied der FCN alle wichtigen Kopfballduelle zu seinen Gunsten. „Man hat von Anfang an gemerkt, dass wir unbedingt gewinnen wollen“, resümierte Hammer, der von einem „sehr wichtigen Sieg“ sprach, „um uns von hinten abzusetzen“. Tore: 0:1 Ganiw Quarshi (9.), 1:1 Nils Seiffert (20.), 2:1 Daniel Afonso (55.). Rote Karte: Dennis Pollak (TuS) wegen groben Foulspiels an Philipp Schreiber (85.).
Presse
Der Höhepunkt des Aufwärtstrends
1. FC Nackenheim klettert mit Heimsieg auf den fünften Tabellenplatz-Spieler haben Spaß miteinander
Der Nackenheimer Aufwärtstrend hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Nach katastrophalem Saisonstart hat der FCN mit dem verdienten Sieg gegen den TuS Hochheim den fünften Tabellenplatz erklommen in der Bezirksliga.
Auch unter Druck verliert die junge Mannschaft des 1. FC Nackenheim den Spaß nicht. Es war die Schlussphase der Begegnung. Die Führung war mit 2:1 denkbar knapp. Und die Gäste aus Hochheim befanden sich im Angriff. Eine Flanke in den Strafraum. FCN-Verteidiger Dogan Serti stieg zum Kopfball hoch und wuchtete die Kugel mit einem Urschrei in Richtung Mittelfeld.
Nicht das erste Mal, dass ein Nackenheimer Verteidiger laut wurde. Sertis Abwehrkollege AlexanderEckhardthatte schon einige Male Töne von sich gegeben, als würde er beim Kopfball eine Zentnerlast befördern. Die Erklärung für die lauteste Innenverteidigung der Bezirksliga lieferte Spielertrainer Felix Hammer: „Alex mächt das schon immer. Und Dogan ist dazu übergegangen, ihn auf dem Platz nachzumachen.“ Hammer konnte sich nach Sertis Einlage ein breites Grinsen nicht verkneifen. Obwohl er sich gerade irn Duell mit Hochheims Frank Wieschalla befand.
Diese Lockerheit ist sicher mit ein Grund für die gute Entwicklung in den vergangenen Wochen. Der jungen Mannschall ist anzumerken, dass sie Spaß am spielen hat und das auch erfolgreich kann.
Anfangs sah es gar nicht so gut. In den ersten Mnuten bestimmten die Gäste das Spiel und führten durch einen Treffer von Ganew Quarshi, der eine schöne Vorarbeit von Libero Max Graffy verwertete, mit 1:0. Zwei Minuten später
brach der zweite TuS-Stürmer durch. Doch Lamar Gotel scheiterte am Pfosten.
„In der Anfangsphase haben wir etwas Glück gehabt. Wir haben die nötige Robustheit vermissen lassen. Aber wir haben uns gefangen und dagegengehalten“, urteilte Nackenheims zweiter Spielertrainer Marcus Jans, der diesmal den Job an der Linie ausfüllte. Defensiv hatte sich der FCN nach 15 Minuten stabilisiert und setzte auf diesem Fundament immer mehr Angriffe. Besonders gefährlich waren die Platzherren jedoch bei Standards.
Auch in der 21. Minute. Ein Freistoß von Joachim Blaum. Nils Seifert stand bereit und köpfte zum Ausgleich ein. „Bei ruhendem Bällen der Nackenheimer hatten wir heute riesige Probleme mit der Zuordnung“, sagte Hochheims Trainer Markus Heng, den besonders ärgerte, „dass unser Gegner ja jetzt nicht unbedingt sonderlich große Spieler in seinen Reihen hat“. Auch der zweite Nackenheimer Treffer resultierte aus einem ruhenden Ball. Nach einer Ecke war diesmal Daniel Afonso zur Stelle und köpfte ein (57.).
Die Nackenheimer brachten den Vorsprung über die Zeit. Auch, weil die Gäste ab der 70. Minute nur noch zu zehnt auf dem Platz waren. Dennis Pollak hatte nach bitterböser Grätsche (mit Anlauf) gegen Philipp Schreiber Rot gezeigt bekommen. „Wir haben es danach versäumt, durch eine unserer Konterchancen vorzeitig alles klar zu machen“, monierte Jans. Aber ansonsten gab es nach diesem flotten Bezirksligaspiel wenig Grund für negative Kritik.
1. FC Nackenheim:
Grub -Scholz – Eckhard, Serti -Blaum, Hammer, Betzier (41. Herold), Seifert, Schreiber -Afonso (90. Fassnacht), Kre-tow(78.Bettinger).
TuS Hochheim:
Krezdorn -Graffy – Kaya, Strohschein (81. Jeckel) – Klatt, Hanevetter (67.Laubmeister), Aparin, Schneider (67. Wieschalla)
Nils Seifert (rechts) erzielte mit seinem Kopfball den 1:1-Ausgleich der Nackenheimer. Am Ende mussten Alexej Aparin und seine Hochheimer eine Niederlage hinnehmen.
U16-Mädchen-Mannschaft des 1. FC-Nackenheim gewann
Teuer erkauft wurde das 3:1 des 1. FC-Nackenheim gegen SC Moguntia 1896 Mainz. Taraara Politano stürzte im zweiten Durchgang und fällt mit einem Schlüssel-beiribruch für den Rest der Vor.
Für Mainz begann das Spiel optimal. Der erste Tbrschuss nach zehn Minuten führte zum Führungstreffer der Mainzer. Aus einer stabilen Abwehr versuchten sie mit schnellen Kontern zum Erfolg zu kommen. Zu zwingenden Torrnöglichkeiten kamen sie aber im ersten Durchgang nicht. Mit einer Oberschenkelvevletzung musste die Mainzer Torfrau nach 15 Minuten ausgewechselt werden.
Noch vor Ende der ersten Halbzeit führte ein schnell vorgetragener Angriff zum Ausgleich. Torschütze war Chantal Jost.
Nach dem Wiederanpfiff spielte Mainz offensiver, konnte sich aber keine guten Torchancen erspielen. In dieser Spielphase kam es dann auch zur Verletzung von Tarn ara Politano. Nackenheirn bestimmte nun das Spiel.
Eine der sich eröffnenden Chancen nahm Aline Dürr wahr und erhöhte auf 2:1, dem kurze Zeit später durch Elisabeth Malik das 3:1 folgte.
Ataspor Worms – 1. FC Nackenheim 1:2
Auch Sunay Ceük war mit der Leistung des Unparteiischen nicht sonderlich zufrieden. „Er hat wirklich sehr kleinlich gepfiffen. Er war nicht schuld an unserer Niederlage, dennoch hat er unseren Spielfluss ein ums andere Mal zerstört“ , sagte der Trainer von Ataspor Worms nach dem 1:2 gegen den 1. FC Nackenheim. Die eigentlichen Schuldigen machte Celik in seiner Mannschaft aus. „Wir haben wirklich die allerbesten Möglichkeiten vergeben. So haben wir die Nackenheimer natürlich ins Spiel kommen lassen“ , erklärte der Trainer. Ein Unentschieden wäre seiner Meinung nach zwar gerecht gewesen, „aber es sollte heule einfach nicht sein“.
Ataspor Worms – 1. FC Nackenheim 1:2 (0:1)
Sunay Celik, Coach von Ataspor Worms, hält nichts von Augenwischerei: „Wir hätten uns heute oben festsetzen können. Stattdessen müssen wir uns nun nach unten orientieren.“ Warum dies so ist, zeigte sich gegen Nackenheim wieder überdeutlich. Celik brachte es nach dem Abpfiff auf den Punkt: „Wir haben ein absolutes Sturmproblem.“ Wenn Torjäger Sencer Koc abgemeldet ist, sei der Ataspor-Sturm nur ein laues Lüftchen. Auch gegen Nackenheim versiebten die Türken viele hochkarätige Torchancen, während die Gäste sehr kaltschnäuzig agierten: „Die kommen zwei Mal vor das Tor und treffen“, stöhnte Celik mit Blick auf die Treffer von Kretow (35.) und Betzler (50.). Für Ataspor Worms war dagegen einzig Himmet Kara erfolgreich (80.).
DFB-Mobii macht halt beim 1. FC Nackenheim
Dem Vorsitzenden des 1. FC Nackenheim, Werner Kleinz, ist es gelungen am 4. November um 18 Uhr, den Deutsche Fußball-Bund und den Südwestdeutschen Fußballverband mit seinen Trainern direkt zum 1. FC Nackenheim in die Sporthalle des Gymnasium zu holen. Ziel ist es, den Nachwuchstrainern, die überwiegend nicht lizenziert sind, direkt und unkompliziert praktische Tipps zu geben. Interessierte Zuschauer können das Training auf der Empore der Halle verfolgen.
Kurioses Siegtor in Nackenheim
„Das Tor war etwas kurios“, berichtete Spielertrainer Felix Hammer nach dem 1:0-Sieg seines 1. FC Nackenheim gegen die TG Westhofen. Nackenheims Daniel Afonso fiel im gegnerischen Strafraum. „Dar war nichts. Aber Afonso hat protestiert, die Westhofer waren auch abgelenkt. Nur Nils Seifert hat realisiert, dass der Schiri nicht abgepfiffen hatte. Er schnappte sich den Ball und schob ihn einfach ins Tor“, schilderte Hammer, der mit der Leistung des Unparteiischen ansonsten nicht zufrieden gewesen ist.
„Er hat gegen uns gepfiffen. Ich habe sogar eine Gelbe Karte wegen Meckerns bekommen. Und so etwas ist mir wirklich noch nie passiert“, sagte der Coach, derin der Tat eher ein Spielertyp der ruhigeren Sorte ist.
1. FC Nackenheim – TG Westhofen 1:0 (1:0)
Das Tor des Tages erzielte vor 140 Zuschauern Offensivmann Nils Seiffert mit seinem fünften Saisontreffer in der 32. Minute. „Eine kuriose Situation“, kommentierte FCN-Spielertrainer Felix Hammer. „Daniel Afonso hatte den Ball im 16er, als er gefallen ist, ohne gefoult worden zu sein. Der Ball war frei und alle guckten irgendwie hoch. Nils war als einziger wach und schoss die Kugel aus 16, 17 Metern ins Tor. Ganz gut gemacht, auch wenn der Westhofener Torwart vielleicht ein bisschen von der Sonne geblendet war.“ Nicht einverstanden war Hammer mit der Schiri-Leistung. „Der Mann hat wirklich alles gegen uns gepfiffen. Wir haben trotzdem gewonnen, weil von der ersten bis zur letzten Minute jeder für jeden gekämpft hat. Wir hatten noch Konterchancen ohne Ende.“ Rote Karte: Jens Friederich (FCN) wegen Foulspiels (75.). Murat Akbiyik (TGW) schoss noch einen Handelfmeter gegen den Pfosten (44.).
Führungstor durch Freistoß von Mittellinie
TSV Schornheim macht durch 4:0-Erfolg über den 1. FC Nackenheim vier Plätze in der Tabelle gut
Die höchsten Siege des Tages glückten dem TSV Schornsheim, der durch seinen 4:0-Erfolg über den 1. FC Nackenheim vier Plätze in der Tabelle gut machte und nun auf Rang vier steht, und dem SV Gonsenheim II, der die Spgvgg. Dietersheim mit einer 6:2-Packung nach Hause schickte.
Tobias Binder (18.), Thomas Kehr (28.), Enrico Grigoli (34.) und Steffen Wohn (90.) trafen vor 110 Fans für die Platzherren. „Wir haben eine wunderbare erste Halbzeit gespielt und damit den Grundstein für den Sieg gelegt“, resümierte TSV-Trainer Dirk Willems. Binders Führungstor war kurios, weil es sich um einen Freistoß von der Mittellinie handelte. „FCN-Torwart Peter Grub ist rausgekommen, hat sich aber verschätzt“, so Willems. „Er kam nicht mehr zurück, der Ball hat sich für uns alle überraschend ins Netz gesenkt.“ Den zweiten Treffer bereitete Daniel Ritzheim prima vor, beim dritten Tor ließ Grigoli zwei Mann aussteigen. „In der zweiten Halbzeit war es wie abgerissen, wir fanden nicht mehr richtig ins Spiel“, so Willems.
1. FC Nackenheim – Germania Eich 3:2 (2:1).
Vor 150 Zuschauern, darunter jede Menge Gästefans, tat dem FCN die schnelle 2:0-Führung nicht wirklich gut. „Wir waren uns dadurch zu sicher, und ab der 20. Minute war es wirklich nicht mehr gut, was wir geboten haben“, analysierte Spielertrainer Felix Hammer. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich spielte dem FCN der Platzverweis gegen Erik Bräumer wegen groben Foulspiels an Joachim Blaum (65.) in die Karten. „Dadurch hatten wir mehr Platz im Mittelfeld“, sagte Hammer. „Unter dem Strich war es ein glücklicher Sieg, es hätte auch umgekehrt ausgehen können. Aber wir hatten ja schon oft genug Pech, da können wir auch einmal Glück haben.“ Torfolge: 1:0, 2:0 Nils Seiffert (1., 12.), 2:1 Helmuth Wachtendorf (22.), 2:2 Michael Feck (60.), 3:2 Felix Hammer (89.).